Raumkonzepte, Büro

Curvér Immobilien & Treuhand

Die Herausforderung:

 

Das Mietobjekt war ein Altbau mit dunklem Holz, dunklen Teppichen und altem Parkett. Gewünscht waren ein freundlicheres und einladendes Ambiente. Es soll modern und trotzdem professionell wirken. Zudem sollte das Büro aussen mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Da es ein Mietobjekt bleibt, wurde der Eingriff und somit auch das Budget tief gehalten.

Die Idee:

 

Da wir keinen Bodenbelag entfernen durften, mussten wir improvisieren. Wir haben uns für einen dunklen Teppich und hellere Farbtöne für Wände und Möbel entschieden. Die eher kleinen Räume wollten wir schlicht halten um jeweils die Funktion im Raum ins Zentrum zu stellen.

Die Realisierung:

 

Ein Teppich deckt den alten Plattenboden ab. Die Sockelleisten wurden mit Wandfarbe angemalt. Warme Eiche wurde bei der Theke eingesetzt. Anthrazit und Eiche, mit einem hellen Schlammton an der Wand kombiniert, bringen Wärme, Zeitlosigkeit und doch einen Hauch Modernität in das Büro. Die heimischen Bergbilder an den Wänden geben den Weitblick und die angenehme Symbolik für Vertrauen und Standhaftigkeit.

Mit den kontrastierenden Altholzmöbeln im Sitzungszimmer und im Empfang bringen wir unseren Neo-Alpinstil ins Spiel.

Die Beleuchtung war extrem wichtig. Um auch im Budget zu bleiben verwendeten wir die Infinito von Davide Groppi, welche 12 Meter über den Bürotischen mit 12 500 Lumen dimmbaren LEDs schwebt und somit ein angenehmes Grundlicht ausbreitet. Nähe Bürotisch werden punktuelle Lichtquellen eingesetzt, die optisch eher im Raum verschwinden sollen.

Privatobjekt, Raumkonzepte

Swiss Alps Hideaway, GR

Die Herausforderung:

 

Baujahr 1996, enger Grundriss mit Plattenbelag, keine ideale Beleuchtung, enge Badezimmer, kleine Zimmer. Wir mussten den ganzen Grundriss überdenken und neu gestalten. Ein Kundenwunsch: viel Stauraum überall verteilt. Ebenfalls wollten sie ein Bad und eine separate Dusche. Alpiner Stil sollte her, jedoch neu interpretiert (kein Alpenchic).

Die Idee:

 

Um mehr Stauraum zu schaffen, wollten wir zu Beginn den Grundriss neu zeichnen um zu sehen, wo wir zusätzlich nützliche Quadratmeter herbeizaubern könnten. Den engen Gang wollten wir nicht mit rechteckigen Schränken zuschachteln und so kam uns die Idee mit massgeschneiderten Diagonalschränken. So werden die Bewohner zudem weicher von Raum zu Raum geführt, ohne sie einzuengen (mehr zu diesen Diagonalschränken unten).

Um die kleinen Räume grösser wirken zu lassen, spielten wir u.A. mit optisch täuschenden Grössenwahrnehmungen, nahtlosen Parkettverbindungen in den nächsten Raum, schmale und hohe Spiegel.

Der Alpenstil ist seit Jahren festgefahren. Mit unserem Neo-Alpinstil erforschen wir eine willkommene aber kultivierte Neuinterpretation davon. Unser Farbkonzept besteht hauptsächlich aus Schlammtönen, Petrolblau, dunklem Eichenparkett und Nutzelementen aus Anthrazit. Ab und zu setzt ein Korallrot dezente Akzente. Diese für uns bewährte Grundlage gibt uns genügend Freiraum, um mit überraschenden Materialien und ausgefallenen Lichtern zu experimentieren.

Die Realisierung:

 

Die erste entfernte Wand schuf eine grössere Küche mit Verbindung zum Wohnraum. Weiter haben wir 2 Zimmer zu einem grossen Master-Bedroom vereint. In diesem konnten wir nun einen grosszügigen Kleiderschrank mit integrierter Beleuchtung installieren.

Für den Parkett haben wir einen voll massiven Eichenparkett gewählt: sägeroh und speziell getrocknet, um wegen erhöhter geografischer Lage Verformungen des Bodens zu vermeiden. Für mehr alpine Heimeligkeit wurde im Master-Bedroom der Parkett weiter an der Bettrückseite hochgezogen.

Gang

Die Gangbreite wollten wir möglichst wenig einengen. Die massgeschneiderten Diagonalschränke schmiegen sich natürlich in die Gangecken und führen die Bewohner von Raum zu Raum. Die schmäleren Schrankseiten beherbergen u.a. Schuhe, Reinigungsbedarf, Modem- und TV-Box-Installationen mit allen Anschlüssen. Die breiteren Seiten trumpfen mit herausziehbaren Kleideraufhängern. Alles Alltägliche kann somit ohne Weiteres verstaut werden.

WC/Dusche

Um den kleinen Raum besser mit dem davor zu verbinden, haben wir den Parkett nahtlos mit dem Korridor verbunden. Die grossen 40 x 40 cm Platten in der Dusche bringen Dynamik und Grösse. Wir haben eines der kleinsten Waschbecken ausgesucht, um den Raum grösser wirken zu lassen. Der schmale, hohe Spiegelschrank mit integrierter Beleuchtung verstärkt diese Grössenwahrnehmung.

WC/Bad

Freistehende Badewannen machen in einem kleinen Raum grossen Eindruck. So auch hier kombiniert mit der übergrossen Deckenleuchte von Davide Groppi (D: 55 cm) — der Raum protzt nun: »Hey, ich bin gar nicht so klein, schau mal was alles Platz hat!«

Die schlichten anthrazit Heizarmaturen von Vola wurden so gestellt, das man direkt aus der Badewanne das Handtuch greifen kann. Die Stäbe dienen zusätzlich auch als Handschuhwärmer und -trockner, da die Kunden leidenschaftliche Skifahrer sind.

Küche

Wok und Teppanyaki wurden gewünscht. Die Bewohner wollen gleichzeitig kochen und Gäste unterhalten, somit musste auch eine zentrale Kochinsel her. Die Dampfabzüge von Bora kamen zum Zug, da sie sehr leistungsstark sind und optisch nicht viel auftragen. Wir lieben aber auch das Klassische und Analoge. Deshalb mussten richtige Griffe und haptische Bedienelemente installiert werden. Im Gegensatz zu Touch-bedienungen spürt man hier, was man macht.

Wohnzimmer

Eine in Vancouver mundgeblasene Lampe ziert die Decke über dem Esstisch und fängt verwendete Farben aus der ganzen Wohnung auf. Runde Elemente verbinden die Wohnbereiche harmonischer (Stühle, Salontische).

Das alte Cheminée haben wir mit einem leichteren und eleganten ausgetauscht, welches sich optimal in den neuen Stil der Wohnung einfügt. Wir haben ihn bewusst schräg angebracht, sodass er vom ganzen Raum aus ersichtlich ist.

Interior Design Vinval.jpg
Innenarchitektur Vinval.jpg
Vinval-JF-20190305-7353.jpg

Privatobjekt, Raumkonzepte

Wohnung, Parpan GR

Die Herausforderung:

 

Der gesamte Grundriss und somit die Raumeinteilung waren einfach zu eng konzipiert. Die Eigentümer fühlten sich erdrückt. Sie wollten zum einen mehr Wohnkomfort und zum anderen eine optimalere Nutzung der vorhandenen Fläche. Inklusive Ausbau des Obergeschosses. Modernität, mehr Privatsphäre und Luftigkeit sollten in die Wohnung einziehen. Mehr Wohnqualität wünschten sich die Eigentümer.

Die Idee:

 

Den Grundriss der Wohnung zu optimieren, hatte erste Priorität. Aus zwei Schlafbereichen sollte ein Master Bedroom entstehen. Die Nasszellen wollten wir so konzipieren, dass sie statt konventionelle Badezimmer-Atmosphäre eine Art Wellness-Bereich suggerieren. Eine gewisse Grosszügigkeit sollte der ehemaligen Enge weichen. Zudem haben wir einen Ausbau des Obergeschosses in unsere Gesamtplanung empfohlen. Eine brachliegende Fläche unter dem Dachstuhl sollte in eine gemütliche Nutzfläche, in diesem Fall in einen weiteren Schlafbereich umgewandelt werden.

Die Realisierung:

 

Zusammen mit Linard Andri, einem Architektenpartner, haben wir den Grundriss analysiert und umgestaltet. Zwischen den beiden ehemaligen Schlafbereichen haben wir zunächst eine Wand entfernen lassen. So entstand der gewünschte grosszügige Master Bedroom mit genügend Platz für Schrank, Kommode und »Raum zum Träumen«. Eine alte Glastür, die den alten Schlafbereich und das ehemalige Bad voneinander trennte, wurde durch eine Trennwand mit verschliessbarer Tür ersetzt.

Das nun für sich abgeschlossene Bad mit direkter Anbindung zum neuen Master Bedroom verwandelten wir in eine Wellnessoase mit freistehender Badewanne und Doppelwaschbecken. Für den Bodenbelag wählten wir einen Eichenparkett. Die Bad-Wände liessen wir in einem Schlamm-Ton tünchen. Um dem neuem Gästebadezimmer mehr Grösse zu verleihen, haben wir auf die Badewanne verzichtet und dafür eine geräumige Dusche installiert. Goldfarbene Feinsteinzeugplatten wurden für die Duschkabine verarbeitet, die Wände in Anthrazit gehalten.

Abgerundet haben wir diesen Wohlfühl- und Wellnessort mit filigranen Ablageflächen aus rustikaler Eiche sowie dekorativen Eichenzapfen, die längs an der Wand montiert wurden. Die alte provisorische Stiege zum Dachgeschoss wurde durch eine neue aus Eichenholz gefertigte Treppe ersetzt. Jetzt betritt man hier einen zusätzlichen Schlafbereich, auch als Büro geeignet, mit genügend Stauraum für Koffer und Allerlei.

Vinval-JF-20180906-7790.jpg

Privatobjekt, Raumkonzepte

Wohnung, Lenzerheide GR

Die Herausforderung:

 

Eine Wohnung, eingerichtet im Stil der 70er. Hier schien die Zeit stehen geblieben zu sein. Böden, Wände, Decken, Bad und Küche mussten von Grund auf durchrenoviert und saniert werden. Ein zeitgemässer moderner Look sollte die Räumlichkeiten in ein gemütliches Ambiente verwandeln. Den zukünftigen Eigentümern war wichtig, dass regionale und nachhaltige Materialien zum Einsatz kommen und das gesamte Einrichtungskonzept die nächsten 50 Jahre - ohne grössere Veränderungen - in seiner neuen Gestaltung ruhig verweilen darf.

Die Idee:

 

Mit einem Cross-Over von Stilen und Materialien, mit dem Spiel von Gegensätzen wollten wir Räume schaffen, in der die unterschiedlichsten Materialien und Oberflächen ihre grösstmögliche Ausdrucksstärke entfalten. Eine gewisse Lebendigkeit sollte die Räume erfüllen, in denen strukturierte Flächen glatten Haptiken gegenüberstehen, Maserungen auf matte Optiken treffen, sich volumige Dessins und Designs mit flachen Geweben arrangieren und Traditionelles mit Modernem einhergeht. Materialkombinationen, die sich wie ein roter Faden durch alle Räumlichkeiten durchziehen sollten und den Reichtum an Kontrasten in ein harmonisches Miteinander verwandeln. Auf Kundenwunsch stand am Anfang eine kleine Reise durch Graubünden auf der Agenda, um den geeignetsten heimischen Stein und das passende Holz ausfindig zu machen. Entdeckt haben wir Serpentinstein aus Poschiavo sowie heimisches alpines Lärchenholz. Zwei Materialien, die sich perfekt in unser gesamtes Konzept einfügten.

Die Realisierung:

 

Zunächst haben wir den ganzen Wohnraum mit einem Dielen-Eichenparkett ausgelegt, inklusive der Küche. Damit haben wir in allen Räumlichkeiten eine durchgängige ruhige Atmosphäre geschaffen. Die Wände wurden in einem warmen Grauton gestrichen, der perfekt mit den Farbnuancen des Parketts, dem Lounge-Sofa und den Vorhängen korrespondiert. Farbakzente, vor allem in Türkis setzten wir mit Accessoires, Teppichen, Kissen & Co.

Das Entrée zur Wohnung erhielt eine offene und luftige Gestaltung. Weniger ist mehr. Ein grosser Spiegel aus dem bestehenden Fundus, ein auf Mass gefertigtes Sideboard und filigrane Skulpturen an den Wänden, deren Optik an Astgabeln erinnern und auch als Garderobe genutzt werden können, verleihen dem Korridor eine willkommene Weite.

In der eher kleinen Küche sollte das gemütliche „Beieinandersitzen“ im Vordergrund stehen. Dem Wunsch sind wir mit einer modularen Küchenzeile und dem Verzicht auf Oberschränke entgegengekommen. Für die Nische unter dem Fenster haben wir eine auf massgefertigte Ecksitzbank schreinern lassen und direkt an die Wand montiert. Sie schwebt förmlich und verleiht der ganzen Küche ein grosszügiges Raumerlebnis.

Im Bad und Gäste-WC dominiert der smaragdgrüne Serpentin. Decken haben wir bewusst Weiss gehalten, die Wände in einem Schlamm-Ton gestrichen, damit der Serpentin seine ganze Schönheit entfalten kann. Das Bündner Lärchenholz dient mal als Auflage fürs Waschbecken, mal als Ablage für Handtücher & Co. Mit einer raumhohen Glaswand, die den Waschbereich vom Duschbereich transparent trennt und einer überdimensionalen Regendusche haben wir für ein ausgiebiges Duschvergnügen gesorgt.