Privatobjekt

Privatobjekt, Raumkonzepte

Wohnung, Parpan GR

Die Herausforderung:

 

Der gesamte Grundriss und somit die Raumeinteilung waren einfach zu eng konzipiert. Die Eigentümer fühlten sich erdrückt. Sie wollten zum einen mehr Wohnkomfort und zum anderen eine optimalere Nutzung der vorhandenen Fläche. Inklusive Ausbau des Obergeschosses. Modernität, mehr Privatsphäre und Luftigkeit sollten in die Wohnung einziehen. Mehr Wohnqualität wünschten sich die Eigentümer.

Die Idee:

 

Den Grundriss der Wohnung zu optimieren, hatte erste Priorität. Aus zwei Schlafbereichen sollte ein Master Bedroom entstehen. Die Nasszellen wollten wir so konzipieren, dass sie statt konventionelle Badezimmer-Atmosphäre eine Art Wellness-Bereich suggerieren. Eine gewisse Grosszügigkeit sollte der ehemaligen Enge weichen. Zudem haben wir einen Ausbau des Obergeschosses in unsere Gesamtplanung empfohlen. Eine brachliegende Fläche unter dem Dachstuhl sollte in eine gemütliche Nutzfläche, in diesem Fall in einen weiteren Schlafbereich umgewandelt werden.

Die Realisierung:

 

Zwischen den beiden ehemaligen Schlafbereichen haben wir zunächst eine Wand entfernen lassen. So entstand der gewünschte grosszügige Master Bedroom mit genügend Platz für Schrank, Kommode und »Raum zum Träumen«. Eine alte Glastür, die den alten Schlafbereich und das ehemalige Bad voneinander trennte, wurde durch eine Trennwand mit verschliessbarer Tür ersetzt.

Das nun für sich abgeschlossene Bad mit direkter Anbindung zum neuen Master Bedroom verwandelten wir in eine Wellnessoase mit freistehender Badewanne und Doppelwaschbecken. Für den Bodenbelag wählten wir einen Eichenparkett. Die Bad-Wände liessen wir in einem Schlamm-Ton tünchen. Um dem neuem Gästebadezimmer mehr Grösse zu verleihen, haben wir auf die Badewanne verzichtet und dafür eine geräumige Dusche installiert. Goldfarbene Feinsteinzeugplatten wurden für die Duschkabine verarbeitet, die Wände in Anthrazit gehalten.

Abgerundet haben wir diesen Wohlfühl- und Wellnessort mit filigranen Ablageflächen aus rustikaler Eiche sowie dekorativen Eichenzapfen, die längs an der Wand montiert wurden. Die alte provisorische Stiege zum Dachgeschoss wurde durch eine neue aus Eichenholz gefertigte Treppe ersetzt. Jetzt betritt man hier einen zusätzlichen Schlafbereich, auch als Büro geeignet, mit genügend Stauraum für Koffer und Allerlei.

Privatobjekt, Raumkonzepte

Ferienwohnung, Lenzerheide GR

Die Herausforderung:

 

Eine Wohnung, eingerichtet im Stil der 70er. Hier schien die Zeit stehen geblieben zu sein. Böden, Wände, Decken, Bad und Küche mussten von Grund auf durchrenoviert und saniert werden. Ein zeitgemässer moderner Look sollte die Räumlichkeiten in ein gemütliches Ambiente verwandeln. Den zukünftigen Eigentümern war wichtig, dass regionale und nachhaltige Materialien zum Einsatz kommen und das gesamte Einrichtungskonzept die nächsten 50 Jahre - ohne grössere Veränderungen - in seiner neuen Gestaltung ruhig verweilen darf.

Die Idee:

 

Mit einem Cross-Over von Stilen und Materialien, mit dem Spiel von Gegensätzen wollten wir Räume schaffen, in der die unterschiedlichsten Materialien und Oberflächen ihre grösstmögliche Ausdrucksstärke entfalten. Eine gewisse Lebendigkeit sollte die Räume erfüllen, in denen strukturierte Flächen glatten Haptiken gegenüberstehen, Maserungen auf matte Optiken treffen, sich volumige Dessins und Designs mit flachen Geweben arrangieren und Traditionelles mit Modernem einhergeht. Materialkombinationen, die sich wie ein roter Faden durch alle Räumlichkeiten durchziehen sollten und den Reichtum an Kontrasten in ein harmonisches Miteinander verwandeln. Auf Kundenwunsch stand am Anfang eine kleine Reise durch Graubünden auf der Agenda, um den geeignetsten heimischen Stein und das passende Holz ausfindig zu machen. Entdeckt haben wir Serpentinstein aus Poschiavo sowie heimisches alpines Lärchenholz. Zwei Materialien, die sich perfekt in unser gesamtes Konzept einfügten.

Die Realisierung:

 

Zunächst haben wir den ganzen Wohnraum mit einem Dielen-Eichenparkett ausgelegt, inklusive der Küche. Damit haben wir in allen Räumlichkeiten eine durchgängige ruhige Atmosphäre geschaffen. Die Wände wurden in einem warmen Grauton gestrichen, der perfekt mit den Farbnuancen des Parketts, dem Lounge-Sofa und den Vorhängen korrespondiert. Farbakzente, vor allem in Türkis setzten wir mit Accessoires, Teppichen, Kissen & Co.

Das Entrée zur Wohnung erhielt eine offene und luftige Gestaltung. Weniger ist mehr. Ein grosser Spiegel aus dem bestehenden Fundus, ein auf Mass gefertigtes Sideboard und filigrane Skulpturen an den Wänden, deren Optik an Astgabeln erinnern und auch als Garderobe genutzt werden können, verleihen dem Korridor eine willkommene Weite.

In der eher kleinen Küche sollte das gemütliche „Beieinandersitzen“ im Vordergrund stehen. Dem Wunsch sind wir mit einer modularen Küchenzeile und dem Verzicht auf Oberschränke entgegengekommen. Für die Nische unter dem Fenster haben wir eine auf massgefertigte Ecksitzbank schreinern lassen und direkt an die Wand montiert. Sie schwebt förmlich und verleiht der ganzen Küche ein grosszügiges Raumerlebnis.

Im Bad und Gäste-WC dominiert der smaragdgrüne Serpentin. Decken haben wir bewusst Weiss gehalten, die Wände in einem Schlamm-Ton gestrichen, damit der Serpentin seine ganze Schönheit entfalten kann. Das Bündner Lärchenholz dient mal als Auflage fürs Waschbecken, mal als Ablage für Handtücher & Co. Mit einer raumhohen Glaswand, die den Waschbereich vom Duschbereich transparent trennt und einer überdimensionalen Regendusche haben wir für ein ausgiebiges Duschvergnügen gesorgt.